Hatha Yoga nach Swami Siwananda (1897-1963)

Meine YogaStunden beruhen auf den Grundprinzipien des Sivananda, werden jedoch individuell und zeitgemäß nach meinen Erfahrungen angepasst. So fließen aus meinen Weiterbildungen YinYoga, AnusaraYoga und JivamuktiYoga in den Unterricht ein.

Yoga ist eine lebendendige Wissenschaft, die sich über Jahrtausende entwickelt hat und sich den Bedürfnissen des Menschen entsprechend immer weiter entwickelt. Eine bedeutender YogaMeister war der indische Arzt Swami Sivandanda, geboren 1887 und gestorben 1963. Sein Rezept für ein spirituelles Leben ist in sechs einfachen Geboten zusammengefasst: „DIENE – LIEBE – GIB – REINIGE- MEDITIERE- ERKENNE“

In seinem Ashram (bezeichnet in den indischen Sprachen ein klosterähnliches Meditationszentrum (religiöse Herberge) in Rishikesh in Nordindien hat er viele Schüler in die Philosophie des Yogas unterwiesen. Durch genaues Beobachten der Lebensumstände und Bedürfnisse der Menschen im Wesen konnte er die alte Weisheit des Yoga in fünf Grundprinzipien zusammenfassen, welche sich leicht in unser Lebensmuster einbauen lassen und so den Grundstein legen für ein langes und gesundes Leben.

Die fünf Prinzipien des Sivananda Yogas sind:

 

1. Richtige Entspannung:

Spannungen in den Muskeln lösen. Du und dein ganzer Körper kommt zur Ruhe. Du erwachst wie nach einem guten Schlaf, bist aktiv. Du kannst deine Energie bewahren, Ängste und Sorgen abschütteln.

2. Richtige Körperübungen - Asanas

Yogastellungen und Asanas wirken systematisch auf den ganzen Körper ein. Muskeln und Bänder werden gedehnt und gestreckt, ebenso gekräftigt: Wirbelsäule und Gelenke bleiben beweglich, der Kreislauf wird angeregt.

3. Richtige Atmung - Pranayama

Du atmest voll und rhythmisch. Die ganze Lunge, nicht nur einen Teil, wird mit Luft gefüllt, um so die Aufnahme von Sauerstoff zu erhöhen. Yoga- Atemübungen (Pranayama) lehren den Körper, sich neu aufzuladen und den Geist zu kontrollieren, indem sie den Fluß des Prana regulieren. Prana ist die Lebenskraft, die in den Chakren (7 Energiezentren des Körpers entlang der Wirbeldsäule) bewahrt wird.

4. Richtige Ernährung

ist aus natürlichen Lebensmitteln nahrhaft und ausgewogen zusammengestellt. Sie hält den Körper locker und geschmeidig, beruhigt den Geist und verleiht genügend Widerstandskraft gegen Krankheiten.

5. Positives Denken und Meditation

Die Mediation hilft dir, negative Gedanken abzulegen, den Geist zu besänftigen, um schließlich alle Gedanken zu transzendieren. Sprich: keine Grenzen mehr - im Geist und in der Seele – einfach - frei zu sein. Sivandandas Rezept für richtige Körperübung ist eine Grundasanapraxis, die sich an das Alter, besondere Umstände und das Können anpassen lässt. Die traditionelle Sivananda-Yoga-Praxis beginnt mit einer Anfangsentspannung in Savasana (Totenhaltung), gefolgt von Surya Namaskara ( dem Sonnengruß). Danach übt man einige der 12 Asnanas aus der Rishikesh-Reihe (benannt nach dem Ort des Ashrams), die jeweils ein paar Minuten gehalten werden ehe man erneut in Savasana entspannt. Dabei wird auf die richtige Atmung geachtet. Dies ist die vollständige Yogaatmung- eine langsame Zwerchfellatmung. Beim Einatmen weitet sich zuerst der Bauch, dann der Brustkorb und schließlich heben sich die Schlüsselbeine. Beim langsamen Ausatmen kehrt sich der Ablauf um.

Quellen: Sivananda Yoga Zentrum :: Yoga für alle Lebensstufen, Mark Stphensen :: Yoga unterrichten